Bewährte homöopathische Mittel bei Erkältungen und grippalen Infekten

Kalte Luft, eisige Temperaturen - und schon ist es passiert: man kränkelt. Eine Erkältung ist schnell ausgestanden, bei einem grippalen Infekt dauert das meistens etwas länger. Schließlich ist das dann eine Krankheit, die durch Viren oder Bakterien ausgelöst wurde – inklusive Schwäche, Schmerzen und Unwohlsein. Fieber kann ebenso auftreten, genauso wie Absonderungen der Schleimhäute. Weitere Symptome sind Durchfall, Erbrechen, Husten und Schnupfen, auch Ohren- und Halsschmerzen gehören manchmal dazu. Eine besonders schwere Form der Grippe ist die Influenza. In der Homöopathie sind Auslöser, Ort und Art sowie die Umstände, in der die Krankheit entstanden ist, sich die Krankheit verbessert oder verschlechtert, die wichtigsten Modalitäten.


Bei grippalen Infekten und Erkältungen setzt die Homöopathie gerne auf den „Eupatorium perfoliatum“ (Wasserhanf). Vor allem, wenn ein Zerschlagenheitsgefühl im Vordergrund steht. Zudem hilft es bei Knochen- und Rückenschmerzen.

Weitere Symptome sind:

- Schüttelfrost und Durst mit bitterem Geschmack im Mund

- Ansteigendes Fieber, das oft morgens am höchsten ist

- Klopfende Kopfschmerzen mit großer Druckempfindlichkeit der Augäpfel, evtl. auch mit Übelkeit und Erbrechen

- Schnupfen und Niesen

- Husten mit Heiserkeit, bei dem der Brustkorb so schmerzt, dass Sie ihn beim Husten festhalten müssen

- Meist setzt man sich beim Husten auf


Weitere wichtige Mittel

Wenn sich plötzlich hohes Fieber, trockene Haut und Frösteln zeigen, dann wird Aconitum C30 empfohlen. Dazu gesellen sich häufig Angst und Unruhe. Mit dem ersten Frösteln empfehle ich gleich die Globuli zu nehmen – in Wasser aufgelöst, regelmäßig einen Schluck davon.

Wenn ausgeprägte Schwäche und Angst die Grippesymptome begleiten – auch die Angst vor Ansteckung - dann können Sie zu Arsenicum Album C30 greifen. Ebenso, wenn sie nach Mitternacht ruhelos und so verfroren sind, dass keine Heizdecke oder Wärmflasche mehr ausreichen, um sie zu wärmen.


Belladonna C30 empfehle ich, wenn das Fieber sehr plötzlich und sehr hoch ist – häufig auch mit einem Delirium verbunden. Weitere Symptome hier sind ein roter Kopf und glänzende Augen, kalte Glieder, Frösteln und zugedeckt bleiben wollen.

Wenn Sie sich müde, schwindelig und schlapp fühlen, sodass Sie kaum die Augen offenhalten können und zudem etwas Fieber haben, dann können Sie Gelsemium C30 nehmen. Ebenso, wenn Ihr Gesicht dunkelrot und heiß ist und Ihnen trotzdem Frostschauer über den Rücken laufen; bei Halsschmerzen, die bis in die Ohren ausstrahlen und Kopfschmerzen, die vom Nacken aufsteigen.

Wenn sich starkes Schwitzen und starker Mundgeruch zeigen, verbunden mit Hals- und Nebenhöhlenentzündungen, sowie mit einer Ausstrahlung des Schmerzes in die Zähne, dann wird in der Homöopathie Mercurius Solubilis C30 empfohlen.


Auch die Globuli Nux vomica können helfen, wenn man sich bei kaltfeuchtem Wetter, bei Sitzen auf kaltem Untergrund oder durch kalten Wind oder eine Klimaanlage erkältet. Unter anderem bei diesen Symptomen:

- Sehr rasch einsetzendes, hohes Fieber

- Starkes Frösteln, auch wenn nur ein Körperteil kalt wird

- Heißes Gesicht, aber kalte Extremitäten

- Nase trocken, Nase verstopft und frei im Wechsel

- Rauer, kratzender Hals

- Evtl. Übelkeit und Erbrechen


Wenn Sie Fröstelanfälle bekommen und immer mal wieder eine Kälte am Rücken spüren - an einzelnen Stellen oder vielleicht sogar halbseitig – dann können Sie zu Pulsatilla greifen. Gerade auch, wenn hier zu den Symptomen ein trockener Husten nachts, der beim Aufsetzen besser wird, kein Durst trotz Mundtrockenheit und kein Hunger dazu kommen. Der Patient fühlt sich bei langsamer Bewegung an der frischen Luft deutlich wohler als in einem warmen Raum.


Wenn der Husten kommt

Der Husten nimmt innerhalb der Homöopathie ein ganz eigenes Kapitel ein. Je nachdem, ob er feucht oder trocken ist, nachts oder zum Beispiel immer an der frischen Luft kommt, entscheidet hier über die passende Arznei.


Drosera C30 hilft bei:

- Krampfartigen Hustenattacken, die rasch aufeinander folgen

- so starken Anfällen, dass sie Ihnen den Atem verschlagen

- rauem und tiefem Husten

- wenn der Husten Würgereiz oder Nasenbluten auslöst

- wenn sich die Symptome nach Mitternacht verschlimmern, sobald Sie sich hinlegen oder auch wenn der Kopf auch nur das Kissen berührt

- Keuchhusten


Spongia C30 hilft bei:

- Trockenem Husten mit geringer Atmung

- Wenn es aus den Bronchien pfeift und es sich so anfühlt, als würden Sie durch einen Schwamm atmen

- Hustenanfällen, die Sie vor Mitternacht aus dem Schlaf reißen

- Dem Gefühl zu ersticken

- Heiserer und rauer Stimme

- Dem Gefühl von Angst und Schwäche

- Wenn sich die Beschwerden durch warme Speisen und Getränke bessern


Bei trockenem Husten mit schmerzender Atmung, sodass Sie den Brustkorb festhalten müssen, ist Bryonia C30 das wichtigste Mittel. Typisch ist außerdem:

- Dass alle Schleimhäute extrem trocken sind

- Alle Symptome verschlimmern sich durch die geringste Bewegung


Phosphorus D12 ist die passende Arznei bei:

- Trockenem, hartem Husten, bei dem Hals, Kehlkopf und Burst schmerzhaft brennen

- Verlust der Stimme bis zur Stimmlosigkeit

- Evtl. blutigem Auswurf

- Durst auf kalte Getränke, die nach hastigem Trinken wieder erbrochen werden

- Verschlechterung beim Übergang vom Kalten ins Warme

- Verschlimmern der Stimme durch Reden und Singen


Außerdem werden Schüßler-Salze (Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 4 Kalium chloratum, Nr. 5 Kalium phosphoricum, Nr. 6 Kalium sulfuricum, Nr. 8 Natrium chloratum, und Nr. 10 Natrium sulfuricum) empfohlen.

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